27 Jul 2020
Sinus Jugendstudie 2020

Sie steht hier gratis zum Download bereit.

Wie Jugendliche heute ticken

Alle vier Jahre überprüft das Sinus-Institut die  Schwerpunktethemen und setzt diese bei Bedarf neu. In der aktuellen Studie (2020) sind es:

  • Politik
  • Gesundheit
  • Sport
  • Berufswahlprozesse und Schule.

Zum Vergleich lohnt sich auch ein Blick in die Studie aus dem Jahr 2016. Sie kann hier kostenlos  heruntergeladen werden.

Was hat sich 2020 geändert?

Vor vier Jahren, 2016 war die Generation Z in aller Munde. Im Anschluss wurden sie in der Diskussion auch als „Generation Mainstream“ bezeichnet. Ihr Traum war eher die Otto-Normal-Biografie.

Damals gab es auch noch keine Friday-for-Future Bewegung. Diese globale Jugendbewegung, die ihren Frust über die ökopolitische Ignoranz der Erwachsenen, des Staats, der Politik und der Unternehmen, jeden Freitag auf die Straßen zahlreicher Städte trug.

Ist alles anders? Nein, aber vieles hat sich bewegt und weiter ausdifferenziert.

Die sieben Lebenswelten der Jugendlichen

https://www.sinus-institut.de/sinus-loesungen/sinus-jugendmilieus/

Die natur- und heimat-orientierten Familienmenschen mit starker Bodenhaftung

die um Orientierung und Teilhabe bemühten Jugendlichen mit schwierigen Startvoraussetzungen und Durchbeißermentalität

Die freizeit- und familienorientierte Mitte untere Mitte mit ausgeprägten markenbewussten Konsumwünschen

Der leistungs- und familienorientierte Mainstream mit hoher Anpassungsbereitschaft

Weltgewandte bildungsnahe Teenage-Bohemiens mit ausgeprägtem Gerechtigkeitsempfinden

Die spaß- und szeneorientierten Nonkonformisten mit Fokus auf Leben im Jetzt und Hier

Die erfolgs- und lifestyleorientierten Networker auf der Suche nach neuen Grenzen und unkonventionellen Erfahrungen

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Die Gemeinsamkeiten

1. Ernsthaftigkeit und Problembewusstsein

Ein gedämpfter Optimismus ist ihnen gemein. Keine extremen Ausschläge nach Oben oder Unten. Wie in der Studie 2016 stehen Leistung und Selbstverantwortung hoch im Kurs. Der Schritt in das Erwachsenenleben und in die Berufswelt ist häufig angstbesetzt, selbst bei Jugendlichen aus bildungsnahen Lebenswelten.

Die Jugendlichen aus allen sieben Lebenswelten leiden unter notorischem Zeitmangel. Sie fühlen sich, als würden sie gegen herabfahrende Rolltreppen anlaufen.

Die Öko-Katastrophen des 21. Jahrhundert prägen das Weltbild der Jugendlichen. Sie sind sich im Klaren darüber, dass das Überleben des Planten in Gefahr ist.

Kulturelle Vielfalt wird einerseits als selbstverständlich empfunden, anderseits besorgt sie die anhaltende Zuwanderung. Die Jugendlichen setzen sich ernsthaft und realistisch mit diesen Themen auseinander. Fast zu ernsthaft für ihr Alter.

2. Sicherheit statt Ausbruch

Zentrale Anliegen sind Geborgenheit und Sicherheit – zusammengefasst wird dieser gesellschaftliche Megatrend als Regrounding.

Der jugendliche Zeitgeist ist bewahrend und ökologisch geprägt. Allen Jugendlichen ist Loyalität, Hilfsbereitschaft und Toleranz wichtig.

3. Individualisierung wird kritisch gesehen

Der Jeder-für-sich-Mentalität stehen Jugendlich eher kritisch gegenüber. Gerade in der Corona-Krise haben viele erlebt wie wichtig Fürsorge und das gesellschaftliche Miteinander ist.

Es geht nicht mehr um schneller, besser, weiter. Es hat sich eine explizite Kritik am grenzenlosen Wachstum und unbedingtem wirtschaftlichen Steigerungszwang herausgebildet. Vielmehr geht es um Wohlbefinden, Gesundheit, Balance und soziale Einbindung.

4. Die Jugendlichen fühlen sich nicht gehört

Diese Ohnmacht drückt sich in den Klimademonstrationen aus. Die etablierte Politik ist für die Jugendlichen wie von einem anderen Stern. Sie kommen in dieser Welt nicht vor. Generationsgerechtigkeit wird mit dem Thema Nachhaltigkeit verknüpft.

Über den Autor
Markenliebhaberin und kreative Querköpfin. Sie wollen Marke - dann reden Sie mit uns.

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