16 Nov 2020
Homeoffice wird zum hybriden Arbeitsmodell

Hybride Arbeitsmodelle werden bevorzugt

Homeoffice vs Bürozeiten werden zu hybriden Arbeitsmodell. Es gibt kein zurück. Ausgelöst durch die Corona-Krise kamen vielen Mitarbeitenden im Frühjahr 2020 zum ersten Mal in den Genuss von Homeoffice. In der Zwischenzeit hat Ernüchterung eingesetzt. Die ausschließliche Arbeit von zu Hause wird inzwischen negativer beurteilt als zu Beginn der Pandemie. Komplett aufgeben will sie aber auch niemand.

Am attraktivsten ist für die Befragten der Studie von Barco, Anbieter von Visualisierungs- und Kollaborationslösungen, ein hybrides Arbeitsmodell.

Feste Zeiten im Büro und gleichzeitig die Freiheit und Flexibilität, wann es für die Mitarbeitenden am besten passt. Die optimale Mischung liegt für die Teilnehmenden der Studie bei drei Tagen im Büro und maximal zwei Tagen im Homeoffice.

Die wichtigsten Gründe für die Rückkehr ins Büro sind laut Studie:

  • 49 % Arbeit im Homeoffice macht immer weniger Spaß
  • 28 % sagen, sie werden leichter abgelenkt
  • 37 % fällt die Zusammenarbeit aus der Ferne schwerer
  • 45 % argumentieren, es sei für sie einfacher, mit Kollegen im Büro zusammenzuarbeiten
  • 44 % freuen sich auf die spontanen Begegnungen im Büro

Arbeitszeitmodelle sind auch Ausdruck Ihrer Unternehmenskultur und prägen somit Ihre Attraktivität als Arbeitgeber (Employer Branding).

Geplante Meetings und hybride Treffen

Bewährt haben sich heute schon hybride Treffen, bei denen ein Teil der Mitarbeitenden vom Büro aus teilnimmt und der andere Teil zugeschaltet wird (hybride Arbeitsmodelle). So sehen viele der Befragten die neue Normalität in der Arbeitswelt. 75 % bevorzugen geplante Meetings gegenüber spontanen Treffen. Die Hälfte spricht sich sogar für formelle Meeting-Räume aus. Diese sollten in der Unternehmenszentrale beheimatet sein. Dieser Trend zu einer größeren Nähe zum Unternehmen ist neu und wurde in den letzten Jahren gegenteilig bewertet. Es entstanden Satellitenbüros oder Kollaborationsräume.

Der Laptop wird zum wichtigsten Arbeitsmittel

Ohne Laptop geht praktisch gar nichts. 77 % der Befragten sagen, dass sie ohne ihn nicht arbeiten können. Zentrale Aufgabe des Arbeitsmittels ist es, an Online-Meetings teilzunehmen. Dabei wird hauptsächlich (77 %) die Laptop-Kamera eingesetzt. Immerhin 40 % nutzen Raumkameras und 24 % ihre Smartphone-Kamera. Bemerkenswert ist, dass mehr als 60 % über Störungen ihrer Kameras während des Meetings klagen.

Online-Meeting Tools sollen noch user-freundlicher werden

Die Teilnehmenden der Studie fordern technologische Verbesserungen. Sowohl die Effizienz (Arbeitsabläufe) als auch die Benutzendenfreundlichkeit soll erhöht werden. 77 % der Befragten gaben an, mindestens einmal pro Woche an einem Online-Meeting teilzunehmen. 28 % nutzen diese Technologie täglich.

Da liegt es auf der Hand, dass neue Features gewünscht werden. 56 % denken an eine App, die es ermöglicht, mit einem Klick an einem Meeting teilzunehmen. Außerdem sollen  Spracherkennungstechnologien, Kollaborationssoftware und Instagram-ähnliche Filter für Videokonferenzen integriert werden.

Integration von neuen Arbeitsmodellen in das Unternehmen

Im Moment sind wir gezwungen im Homeoffice zu arbeiten und haben viele Vorteile entdeckt. In der Zwischenzeit entdecken wir aber auch deren Nachteile. Und doch wird sich das Rad in eine 100% Präsenz nicht zurückdrehen lassen. Es gilt nun hybride Arbeitsmodelle erfolgreich in Ihrem Unternehmen zu integrieren. Dazu müssen neue Prozesse und Regeln entwickelt werden. Welche Modelle werden benötigt? Was ist hilfreich? Wir unterstützen Sie gerne mit unserer Erfahrung in der systemischen Organisationsentwicklung, um für Ihr Unternehmen die passenden Modelle zu finden und zu implementieren.

    Ich will mehr über hybride Arbeitsmodelle erfahren


    Über den Autor
    Expertin für Branding, Employer Branding und digitales Marketing bei brandb

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