Engässen bei Fachkräften entgegenwirken

7 Tipps im Kampf gegen Fachkräftemangel

Das Ziel strategischer Personalarbeit lautet, Frachkräftelücken zu vermeiden.

  • 1. Attraktivität als Arbeitgeber steigern

    Employer Branding setzt Konzepte und Strategien aus dem Marketing konsequent abteilungsübergreifend ein. Eine attraktive Arbeitgebermarke entsteht, wenn im Personalmarketing die Markenkernwerten sowohl in der externen wie in der internen Kommunikation stringent vermittelt werden. Ziel muss sein, über die komplette Candiate Journey hinweg an allen Kontaktpunkten die Markenkernwerte erlebbar machen. Erfolgreiches Personalmarketing erstreckt sich von der Stellenanzeige über die komplette Recruiting-Kampagne bis hin zum Bewerbungsprozess und dem Onboarding. Jetzt gilt es nur noch eine kreative Recruiting-Kampagne zu entwickeln, die das Interesse der anvisierten Personengruppe weckt. Vergessen Sie dabei die interne Kommunikation nicht.
  • 2. Flexible Arbeitszeitmodelle

    Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Work-Life-Balance) steht bei Arbeitnehmenden hoch im Kurs. Flexible Arbeitszeitmodelle können diese Anforderung erfüllen. Gerade ältere Mitarbeitende sind an Alternativen zum harten Ausstieg aus dem Arbeitsleben interessiert. Der Vorteil: Wichtiges Knowhow steht dem Unternehmen länger zur Verfügung. Prüfen Sie mögliche Modelle für einzelne Abteilungen, wie: Zeiterfassung, Vertrauensarbeitszeit, variable Arbeitszeiten oder Gleitzeit, Teilzeit, Jobsharing, Zeitkonten für die Wochen- oder Jahresarbeitszeit. Neben der Zeit kann auch der Arbeitsort flexibel gewählt werden, das Home Office kann eine attraktive Alternative für Mitarbeitende darstellen.
  • 3. Personalentwicklung

    Förderung und Entwicklung von Mitarbeitenden und Führungskräften gehören zu den kurzfristig wirkenden Maßnahmen, wenn sich eine Fachkräftelücke auftut. Vergessen Sie nicht, ihre Talente durch einen konsequenten Trainings- und Entwicklungsplan aktiv zu fördern. Unterbreiten Sie Führungskräften Coaching-Angebote, die ihre Führungs- und Kommunikationskompetenz ausbauen. Ein Arbeitsmarkt mit hoher Diversität stellt hohe Ansprüche. Als Erfolgskontrolle für alle Beteiligten bietet sich ein 360-Grad-Feedback an. Dass auch in Schulungen und Weiterbildung investiert wird, versteht sich fast von selbst. Nur so kann auch technologisch der Anschluss gehalten werden.
  • 4. Auszubildende

    Viele Firmen setzen nach wie vor auf die bewährte Strategie, den Nachwuchs selbst auszubilden und an das Unternehmen binden. Doch hier schlägt mittlerweile der demografische Wandel unbarmherzig zu. Die Anzahl der „jungen Leute“ sinkt. Der War of Talent ist im vollen Gange; Lehrstellen zu besetzen wird immer aufwendiger. Deshalb lohnt sich die Investition in Employer Branding. Eine hohe Arbeitgeber-Attraktivität zahlt sich auch im Ausbildungs-Marketing aus, denn sie schafft Bekanntheit.
  • 5. Arbeitsklima und Führungskultur

    Die Unternehmenskultur wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Führungsstil, Umgangston und Fehlerkultur sind nur die Offensichtlichsten. Noch heute gilt der Spruch: Neue Mitarbeitende entscheiden sich aufgrund der Reputation einer Marke für einen Arbeitgeber, bleiben wegen der netten Kollegen und verlassen die Firma wegen der Führungskraft. Wenn Fachkräfte dem Unternehmen den Rücken zukehren, heißt es, die Gründe dafür kritisch zu hinterfragen. Mitarbeitende zu binden, ist das effizienteste Mittel gegen Fachkräfteengpässe.
  • 6. Bewerbungsprozess

    Gute Arbeitgeber lassen Bewerbende nicht warten. 60% halten einen Zeitraum von einem Monat von der Bewerbung bis zur finalen Zu- oder Absage für angemessen. (Studie „Candidate Experience“,digitaler Mittelstand). Um den Bewerbungsprozess reibungslos in diesem Zeitraum abzuwickeln, müssen alle Beteiligten ihren Verantwortungs- und Aufgabenbereich kennen. Eventuell müssen zusätzliche oder alternative interne Prozesse aufgesetzt werden, die neue digitale Lösungen nutzen (Bewerbungs- und Kampagnenmangement), denn die Bewerbenden werden immer ungeduldiger.
  • 7. Mitarbeiter werden Markenbotschafter

    Machen Sie Ihre Belegschaft zu Botschaftern des Unternehmens. Die wichtigste Grundlage dafür ist eine transparente Informationspolitik: Unternehmensziele und -strategie müssen bekannt sein, d.h.,  Führungskräfte und Mitarbeitende wissen, wohin die Reise geht. Das steigert die Identifikation mit dem Unternehmen und schafft eine ideale Ausgangssituation, dass Mitarbeitende den Arbeitgeber weiterempfehlen. Durchdachtes Mitarbeiterempfehlungsmanagement motiviert, bezieht Kunden mit ein und nutzt das komplette Netzwerk.
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Mehr Markenkraft - die externe und interne Wirkungsrichtung einer Marke im Blick. Ausgehend von den gemeinsamen Markenkernwerten entwickeln wir Markenstrategien, Arbeitgebermarken und Interne Markenführung. So nutzen Marken ihr volles Potenzial und sind für Kunden wie für Mitarbeiter attraktiv

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